Lasergravur und Laseranlassen – was ist der Unterschied?
Lasergravur und Laseranlassen sind gängige Verarbeitungsmethoden für Lasergravurmaschinen auf Metallmaterialien. Doch die beiden unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Im Folgenden werde ich kurz die Prinzipien dieser beiden Bearbeitungsverfahren sowie ihre Unterschiede vorstellen.
Lasergravur
Lasergravur bezeichnet die Materialbearbeitungstechnologie, die auf numerischer Steuerungstechnologie und Laser als Bearbeitungsmedium basiert. Das bearbeitete Material erfährt unter Laserbestrahlung physikalische oder chemische Veränderungen. Die Lasergravurtechnik nutzt Laser, um Markierungen auf der Oberfläche von Materialien einzubringen. Diese Markierung kann Text oder Grafik sein. Die Oberfläche des Materials, das durch Lasergravur bearbeitet wurde, weist keine Kerben auf. Sie bleibt flach und glatt, und die Markierungen sind dauerhaft und verschleißen nicht.
Laseranlassen
Mit der Entwicklung integrierter Schaltkreise steigen die Anforderungen an den beschädigten Bereich, den Wiederherstellungsgrad der elektrischen Parameter und die Aktivierungsrate implantierter Ionen immer weiter. Im Laufe der Jahre wurden viele Forschungen und Verbesserungen an Anlasstechniken durchgeführt, und die Laseranlasstechnik entstand als Antwort auf diese Anforderungen. Ursprünglich wurde der Laseranlassprozess hauptsächlich zur Reparatur von Halbleitermaterialien eingesetzt und später allmählich auf die Materialbearbeitung ausgeweitet. Beim Laseranlassen werden hauptsächlich hochenergetische, hochdichte Laserstrahlen verwendet, um die Oberfläche des Materials zu bestrahlen, sodass die Temperatur des bestrahlten Bereichs plötzlich ansteigt und so der Anlass-Effekt erzielt wird. Der Effekt des Laseranlassens hängt von der Energiedichte des Laserstrahls, dem Absorptionskoeffizienten des Materials, dem Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten und der Dicke der Injektionsschicht ab.
Was ist der Unterschied zwischen beiden?
- Bei der Lasergravur wird ein Hochleistungslaser verwendet, wodurch die Bearbeitung sehr schnell erfolgt. Im Gegensatz dazu dauert der Laseranlassprozess länger und ist langsamer als die Lasergravur.
- Die durch Lasergravur erzeugte Markierung ist gut lesbar, dauerhaft und verschleißt nicht leicht.
- Die bearbeiteten Metallmaterialien unterscheiden sich. Lasergravur wird häufig zur Bearbeitung von Aluminium oder anderen Metallen verwendet. Laseranlassen wird üblicherweise bei Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Chrom, Titan oder anderen Eisenmetallen eingesetzt.
- Lasergravur erzeugt Vertiefungen im Material, die den Laserstrahl in alle Richtungen reflektieren und so die Markierung bilden. Laseranlassen erzeugt keine Spalten, und die Oberfläche des angelassenen Materials bleibt sehr flach, was Rost- und Oxidationsschutz fördert.
- Lasergravur verdampft eine dünne Schicht der Materialoberfläche. Laseranlassen hingegen erhitzt hauptsächlich das Material, ohne es zu schmelzen. Die Unterseite der Metalloberfläche wird erhitzt, und je nach Verarbeitungstemperatur können unterschiedliche Farben erzielt werden.
- Die Anwendungsbereiche unterscheiden sich. Gravur wird oft in Handwerksarbeiten, Rückverfolgbarkeitssystemen in der Automobilherstellung und Identifikationssymbolen für Hersteller von Medizinprodukten verwendet. Laseranlassen wird häufig zur Herstellung von chirurgischen Instrumenten, Tabletts, Formen, Stents, Rohrleitungen und anderen Produkten eingesetzt. Die Lebensdauer der Produkte nach dem Laseranlassen ist länger.
Fazit
Sowohl Lasergravur als auch Laseranlassen sind Methoden der Laserbearbeitung von Materialien, unterscheiden sich jedoch in Bearbeitungsprinzipien, bearbeiteten Materialien, Bearbeitungszeit, Bearbeitungsergebnissen und Anwendungsbereichen. Lasergravur schmilzt die Oberfläche des Materials und verursacht physikalische Veränderungen an der Materialoberfläche, während Laseranlassen keine physikalischen Veränderungen am Material verursacht und die Oberfläche nach dem Laseranlassen weiterhin flach und glatt bleibt.